AUFSTELLUNGEN

Zunächst denken wir oft, dass Schwierigkeiten mit uns zusammenhängen. Wenn wir uns verstärkt anstrengen und sich trotzdem keine Verbesserungen einstellen, kann das Problem im System liegen. So können Familienstreits und Geldprobleme, Konflikte mit Vorgesetzten, das Gefühl ziel- und kraftlos zu sein und immer wieder zu scheitern, Paarkonflikte, Trennungen, Fehlgeburten und Abtreibungen, dunkle Familiengeheimnisse, Sucht und vieles mehr Hinweise auf Verbindungen ins Bezugssystem geben.

In Systemen wie Familien, Organisationen und Betrieben, im Menschen (mit seinen Anteilen), im Körper (und seinen Organsystemen) oder bei einer Entscheidung sind die einzelnen Aspekte aufeinander bezogen. Eine Aufstellung bringt solche Verbindungen in den Blick, klärt Beziehungen, lässt uns unangenehme und schmerzhafte Erfahrungen verarbeiten und führt so zu neuen Erfahrungen und Sichtweisen.

Neben der Einzelaufstellung ist die Aufstellung in einer Gruppe von Menschen, die in Stellvertretung gehen, eine effiziente Methode, diese Dynamiken in den Mittelpunkt zu stellen und zu lösen. Nacheinander werden die Anliegen bearbeitet und jeder ist für jeden da. Nach der Schilderung des Problems und den Rückfragen des Therapeuten formulieren Sie Ihr Anliegen. Nun wählen sie für Ihr Anliegen Personen aus dem Kreis aus. Diese Personen machen sich von eigenen Dingen frei und stehen jetzt zur Verfügung. Sie stellen, wie beim Radio den Sender, Ihren Empfang auf das System des Aufstellenden ein. Schweigend zeigen sich durch Blicke und Bewegungen die Beziehungen und Dynamiken. Im Kontakt können sie schrittweise angenommen und gelöst werden.

Dieses Jahr gibt es die Möglichkeit am 18. August und am 17. November einen Workshop zu besuchen. Ich biete diesen mit Tina Sommer zum Thema Lebensphasen an.

Im Jahr 2018 wenden wir uns dem eigenen Leben zu. Aus heutiger Sicht schauen wir auf unsere Lebenszeit, die wir bereits durchlebt haben bzw. durchleben werden. Unsere Schwerpunkte sind dabei die sieben Lebensphasen nach Wilfried Nellis (Lebens-Integrations-Prozess): das Ungeborene, das Kind und der Jugendliche, der junge Erwachsene und der Erwachsene, der ältere Mensch und letztendlich der Übergang in den Tod.

Zunächst spüren wir uns in diese Zeitabschnitte ein. Dann können wir in der Gegenüber-Aufstellung die einzelnen Positionen besonders intensiv erfahren. Dieser Prozess bietet Antworten auf Fragen wie z.B.: Wie bin ich seelisch erwachsen geworden? Wo stehe ich in dieser Reihe gerade? Kann ich Zusammenhänge erkennen? Wo führt mich das hin?

Betrachten wir die einzelnen Lebensphasen, fließt Aufmerksamkeit in diese Zeit. Festsitzende Gefühle und Ansichten werden deutlich und können angenommen oder gelöst werden. Alte Glaubenssätze verlieren an Kraft, Stress verringert sich. Die Wirkung der Vergangenheit lässt nach. Die aus diesem Prozess gewonnenen neuen Verknüpfungen transportieren wir ins Jetzt. Nun kann das Leben noch mehr akzeptiert werden mit all dem, was schwer und was gut war. Neue Klarheit und Leichtigkeit entsteht.

Samstag 10 - 15 Uhr: 18. August, 17. November 2018, Ausklang bis 16 Uhr
10 - 15 Teilnehmerinnen, Anmeldung:
tina_sommer@arcor.de oder telefonisch 0531 | 2512802
annette.brumme@raum8sam.de oder telefonisch 0171 | 6808375
Kosten: 68 € je Termin





 Leuchtturm.